Ad Ablauf & Vorgehen Sys. Therapie
(Systemische Praxis Hildesheim Jens Klapper)

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Ablauf bzw. Vorgehen der Systemische Einzeltherapie / Paartherapie / psychologischen Beratung

Stabilisierung, Ressourcenmanagement, 1. Zielklärung

In der psychologischen Beratung / systemischen Therapie richte ich mit Ihnen zusammen zunächst einen system­ischen Blick gezielt darauf, was im Moment für Sie hilfreich sein könnte (Gesamtschaubewertung und Präferenzenbestimmung), wo ggf. Ressourcen schlum­mern oder sogar frei gemacht werden können (Ressourcenmanagement).

Ein weiteres primäres Ziel wäre die Erörterung, wie und womit Sie zunächst aufgefangen werden können (Stabilisierung), um weitere Folgen oder eine ggf. bestehende Abwärtsspirale zunächst einzugrenzen und letztlich zu stoppen. Wichtiger Kernpunkt ist es (auch wenn es noch als unmöglich Ihrerseits angesehen wird), zu bestimmen, wo trotz Trauer, Wut, Ärger, Müdigkeit und fehlender Energie auch positive Elemente im Leben vorzufinden sind, sie weiterhin bestehen. Dieses gilt es nutzbar und erfahrbar zu machen. Zudem werden wir forschen, wo ggf. noch unbekannte oder unberücksichtigte Ressourcen schlum­mern. Wichtig ist - ohne Energie oder Kraftstoff im Tank wird eine Arbeit eher müselig bis sogar unüberwindbar. Es gilt dergestalt eine gute Ausgangslage herzustellen.

Als Vorangestelltes Ziel steht in aller Regel, ein Hinzukommen oder Entfernen (Zustand oder Sit.), das Abwenden, Auflösen. Es geht i.d.R. zunächst eher um allgemein gehaltenere Zieldefinitionen. Es soll mir besser gehen. Mangels des Fehlens von tiefgreifenden Wissen über die Funktionalität der Systeme im Leben einer Person (Person, Paar, Familie, Tätigkeistfeld, ...) fällt eine explizitere Zieldefinition zunächst noch schwer.

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Analyse zur Person, zu den Faktoren und zur Umwelt / Bedingungsanalyse

Als Ziel wäre hier vereinfacht abgeleitet: "Wer um die Wirkmechanismen in einen System weiß, kann dieses gezielt regulieren."
Was sind die elementaren Funktionen i.H. Iher Fragestellung, wie wirken Sie, was und wer wird dadurch beeinflusst, was sind die Auslöser, in welchen Umfang und wann wirken sie. Wie erlebe, bewerte und beeinflusse ich mein Verhalten. Auch was sind meine Persönlichkeitszüge und wie wirken diese sich auf mich und mein Umfeld aus. Wo gibt es bereits Lösungsansätze oder wieso wirken bekannte Lösungsstrategien in diesem Falle nicht.
Erarbeiten Sie mit mir Ihre vorhandenen Stärken, blicken Sie auf Ihre verborgenen Ressourcen und orientieren Sie sich an zukünftige erreichbare feste Ziele.

Innerhalb der systemischen Einzeltherapie werden Klient und Berater / Therapeut gemeinsam ein komp­lexes und spezifisches Netzwerk erarbeiten, welches aus Ideen, Emotionen und für den Klienten bedeut­samen Personen besteht. Dieses Netzwerk wird hinsichtlich seiner Wirkungsmechanismen und den in ihm innewohnenden Rückbezüglichkeiten der einzelnen Elemente untereinander exploriert.

Innerhalb der Systemischen Therapie sind lineare und zirkuläre Kausalitäten komplementär, das heißt sie werden als sich ergänzend angesehen. Es soll stets die Gesamtheit des betrachteten Problems bzw. An­liegens erfaßt werden.

Der Therapeut gibt in der Arbeit keine Ratschläge oder Antworten sondern er stellt viel eher Fragen (zu Alternativen, zu bisherigen Ausnahmen, zur Nützlichkeit des Symptoms usw.) und fördert so die Suche des Patienten nach neuen wertvollen Informationen. Hierbei ist es oft hilfreich, daß auch eine andere Betrachtungsebene angeboten sowie eingenommen werden kann. Der Therapeut einlädt, eine Meta­perspektive einzunehmen, in welcher Zusammenhänge distanzierter und weniger emotional verhaftet in ihrem Wirken wahrgenommen werden können.

Mittels dieses Vorgehens soll der Klient für die interagierenden Wirkmechanismen von Ereignissen, Personen, Bedeutungszuschreibungen und Dingen seines Lebens sensibilisiert werden, so daß er sich von seiner starren Sicht (von sich und seiner ihn umgebenden Wirklichkeit) trennen kann. Nach dieser Trennung kann der Klient neue Informationen über Wirkmechanismen und deren Zusammenhänge gewinnen.

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2. Zielklärung

Weitere Fragen schließen sich in der Regel an, bspw. wann, wie und wo es Veränderungen geben soll, welche Ziele Sie überhaupt angedacht haben, was diese beinhalten und ob diese bei Risiken oder zu hohen Kostenaufwand sinnvoll korrigiert werden sollten (Kosten/Nutzen-Klärung).

Intervention und Lösungsumsetzung

Die Erarbeitung bestimmter Teilpunkte erfordert die Auswahl unterschiedlicher therapeutischer Hilfsmittel. Neben bspw. den Systemischen Fragen, sind selbst auch Humor kann u.a. zur Aufarbeitung oder Zieldefinition sinnvoll sein. An dieser Stelle aufgrund des Umfangs nicht näher beschrieben. Teile finden Sie auf der Website im klassischen Stil

dort finden Sie ebendies Informationen zur Theorie und den Grundlagen Systemischer Beratung und Therapie

Rückfallprophylaxe

Das erreichte Ziel soll beständig sein und auch auf lange Sicht bestehene bleiben. Die Umsetzung ist häufig einfacher, als eine konstante Stabilität zu erreichen.
Sie haben ein Gehirn und darin Ihr Gedächtnis - oft hilfreich (gelerntes bleibt erhalten, kann zu einem späteren Zeitpunkt erneut genutzt werden. Es bewahrt vor einer erneuten Gefahr). -> und das ist das Dilemma: Ihr altes Erleben und Verhalten ist gespeichert und kann jederzeit wieder aktiviert werden. Eine Löschung erfolgt durch Therapie und Beratung so nicht. Daraus leitet sich ab, Sie lernen müssen, wie Sie erkennen, in welchen Modus Sie sich gerade befinden (bspw. alte Strukturen oder neu erworbene). Ferner wird es wichtig sein, Herauszufinden, wo sich Gefährdungen oder Verführungen befinden als auch sich für das neue Erleben und Verhalten zu motivieren - nur wenn es als nützlich angesehen wird, dürfte die Chance der Dauerhaftigkeit sich überdauernd steigern.

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